Der Regenbogenfisch

Gleich nach den Herbstferien, am 21.10.2013, starteten unsere Zweitklässler mit dem Projekt „Der Regenbogenfisch macht Schule“. Im Rahmen des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“  führte der Verein KielCREARtiv das Kunst- und Theaterprojekt an unserer Schule durch. Die Kosten wurden vollständig übernommen.

Am Montag starteten wir mit der Schauspielerin Kati-Luzie Stüdemann mit einem Warm-up, Kennenlernspielen, kleinen schauspielerischen Übungen und tauchten zum ersten Mal in die Welt des Ozeans ein.

Am Dienstag lernten wir die Geschichte vom Regenbogenfisch kennen und schrieben kleine Texte und Sprechblasen zur Geschichte. Wir malten Fische und gestalteten ein buntes Tafelbild. Dann erarbeiteten wir in kleinen Gruppen Geräusche zur Geschichte.

Am Mittwoch beklebten wir Umhänge mit bunten Stoffschuppen. Danach bemalten wir Kinderregenschirme mit Meeresmotiven.

Am Donnerstag übten wir mit Katie-Luzie Stüdemann eine Choreographie zum Regenbogenfisch ein. Dafür benötigten wir den Umhang und die Regenschirme und wir hörten die Geschichte „Der Regenbogenfisch stiftet Frieden“. Wir lernten zwei Lieder kennen, die extra für die Präsentation der Geschichte im Mediendom Kiel von Jens Fischer geschrieben wurden.

Am Freitag fuhren wir zuerst mit dem Bus, dann mit der Schwentinelinie zum Mediendom. Dort führten wir unsere Choreographie auf. Anschließend erlebten wir eine sehr schöne Vorführung der Geschichte im Mediendom. Wir durften mitsingen, Geräusche machen und staunen … Es begann mit dem Regenbogen, dann tauchten wir mit der Regenbogen-Achterbahn direkt ins Meer hinein. Dort erwartete uns der Regenbogenfisch mit seinen Freunden. Sie erlebten ein Abenteuer mit einem großen Wal. Danach sahen wir eine weitere Geschichte, in der der Regenbogenfisch seine letzte Giltzerschuppe verliert und sie in der Tiefsee suchen muss. Es hat uns sehr gut gefallen!

B. Torff

 

"Schau doch mal rein!"

 

In Zusammenarbeit mit dem DRK, der Seniorenwohnanlage Schilkseepark Rosenhain und den Künstlerinnen Deborah Di Meglio und Kati Luzie Stüdemann führte die 4. Klasse ein intergenerationales Projekt zur Förderung des interkulturellen Verständnisses zwischen Bildender Kunst, Theater und Schule durch. Dabei übten die Schüler/Innen mit den beiden Künstlerinnen und Senioren eine Performance ein, die im Pastor Lensch Haus am 22. November aufgeführt wurde.

 

Ihre Erfahrungen innerhalb dieser Projektwoche haben die Kinder jeweils in ein paar Sätzen zusammengefasst.

 

Alexandra

Ich habe gelernt, dass die Senioren keine langweiligen alten Leute sind. Ich habe gern mit ihnen zusammen gearbeitet. Mir haben lustige Sätze aus dem Stück gefallen.

 

Anna-Maria

Ich habe gelernt, dass man auf der Bühne nicht machen kann, was man will. Man muss manchmal Geduld haben und braucht Mut beim Auftritt. Das Nähen der Porträts hat mir Spaß gemacht.

 

Alica

Ich habe gelernt, dass man mit Senioren Spaß haben kann. Sie haben uns viel über ihr Leben erzählt. Ich weiß jetzt, wie man sich früher grüßte. Es hat mir gut gefallen, dass Herr Reinicke mit uns auf der Bühne getanzt hat.

 

Lynn

Ich habe gelernt, dass man mit Senioren gut umgeht, dass man ihnen hilft und auf ihre Krankheiten Rücksicht nehmen muss. Mir hat es gut gefallen, dass wir zusammen so viel Spaß hatten.

 

Laura

Ich habe gelernt, dass Kinder und Senioren viel gemeinsam haben. Ich habe verstanden, nicht immer gleich alles zu sagen und nicht immer erste sein zu müssen. Ich fand es toll, mit Deborah und Kati arbeiten zu dürfen.

 

Nika

Ich weiß jetzt, dass manche Senioren sehr aktiv sind. Es ist toll gewesen, mit den Senioren zusammen das Lied: Die Capri-Fischer gesungen zu haben. Es hat Spaß gemacht mit den Senioren die Achterbegrüßung gemacht zu haben.

 

Paulina

Ich weiß jetzt viel über das Leben im Krieg. Ich weiß jetzt, was eine Kinderlandverschickung ist. Ich habe gelernt, dass man beim Theaterspielen ein Team ist. Es war schön, dass wir nach der Aufführung zur Belohnung Rosen und Süßigkeiten bekommen haben.

 

 Anja

Ich habe gelernt, dass die Senioren als Kinder meistens draußen gespielt haben. Ich weiß jetzt, dass sie im Krieg oft in den Bunker mussten. Dort war es kalt und es gab nur einfache Holzbänke. Mir hat die Szene gut gefallen, als wir uns an die Senioren gekuschelt haben.

 

Niklas

Ich habe gelernt, beim Theaterspielen leise zu sein und nicht rumzukaspern. Ich habe gelernt, wie man schauspielert. Ich weiß jetzt, dass die Senioren im Krieg, als sie klein waren, viel geweint haben. Ich habe mich gefreut, dass so viele Zuschauer da waren.

 

Malte

Ich habe gelernt, dass Schauspielen sehr anstrengend ist. Ich habe gelernt, was es für eine schwere Zeit im Krieg war. Kleidung wurde aus alten Stoffresten genäht. Es hat mir gefallen, dass wir so viel gelernt haben und es war toll, mal auf einer richtigen Bühne zu stehen.

 

 Konstantin

Ich bin jetzt viel geduldiger. Ich finde Theaterspielen schön. Ich weiß jetzt, dass man auch Handbewegungen zum Theaterspielen braucht. Mir hat die Arbeit mit den Senioren und echten Schauspielern besonders gut gefallen. Auch die Musik von damals fand ich schön.

 

Simon

Ich habe gelernt, Texte zu lernen. Ich habe gelernt, dass Senioren so fit sind. Ich weiß jetzt, wie man sich auf einer Bühne verhält. Die Begegnung mit den Alten fand ich sehr schön. Ich mochte es, wie sie erzählt haben.

 

Silas

Ich habe gelernt, dass Senioren immer im Stress sind. Ich habe viel über das Leben im Krieg gelernt und weiß jetzt, dass man sich viele Kleidungsstücke übereinander anzog, wenn man in den Bunker ging. Dort war es kalt und dunkel. Mir hat es gefallen, dass wir in der Zeitung waren. Mir hat es gut gefallen, dass wir keine Schule hatten.

 

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